Tote Greifvögel in Niederbayern – Wilderei wahrscheinlich

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Haben es Wilderer in Niederbayern auf Greifvögel abgesehen? © Unsplash/Victoria Prymak

In Niederbayern sorgt eine Entdeckung für Unruhe. Vier tote Greifvögel wurden im Kreis Rottal-Inn gefunden. Nun steht auch der Verdacht von Wilderei im Raum. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Greifvögel getötet: Alles weist auf Wilderei hin

In Zeilarn im Landkreis Rottal-Inn wurden die Kadaver von Greifvögeln gefunden. Wie die Polizei am Sonntag, den 16. März 2025 mitteilte, wurden vier tote Mäusebussarde in einem Wald bei Zeilarn gefunden. Bisher kann die Polizei Wilderei nicht ausschließen. Die Beamten leiteten Ermittlungen ein und beten zusätzlich um Zeugenhinweise.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz gelten Greifvögel und damit auch Mäusebussarde als geschützte Art. Sie zu töten kann dementsprechend unter den Tatbestand der Wilderei fallen. „Die Tötung von Greifvögeln ist kein Kavaliersdelikt!“, schreibt die Polizei zu dem Fall. Denn wenn das tatsächlich nachgewiesen werden kann, gilt dies als eine Straftat. Diese kann entweder eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren zu Folge haben.

Mehrere Greifvögel illegal getötet

Es ist nicht das erste Mal, dass der Kreis mit der Tötung von Greifvögeln zutun hat. Bereits Anfang 2021 wurden mehrere Greifvögel vergiftet, damals übernahm sogar eine eigens dafür eingerichtete Ermittlungsgruppe den Fall. Nach Angaben der Beamten konnten die Ermittler damals in elf Fällen nachweisen, dass Unbekannte die Tiere mit Giftködern illegal getötet haben. Das hat Folgen: Regelmäßig sucht die Polizei nun nach Giftködern, Fallen und anderen Beweismitteln und Spuren, die bei der Aufklärung von Wilderei hilfreich sein könnten. Dabei kommen teilweise auch Drohnen und Diensthunde zum Einsatz.

Niederbayern: Wilderei von Greifvögeln rückläufig

Zu möglichen Motiven ist bislang nichts bekannt. Auch ist bisher nicht gesichert, ob es sich bei den Wilderei-Fällen um einen oder mehrere Täter handelt. Insgesamt sei die Entwicklung diesbezüglich trotz der jüngsten Funde eher positiv: Wie die Polizei mitteilt, sei die Zahl der Fälle von polizeilich festgestellter Fälle von Greifvogel-Wilderei rückläufig. Im vergangenen Jahr seien insgesamt überhaupt keine Fälle registriert worden.

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