In der vergangenen Woche, am 12. März 2025, hat ein unglücklicher Vorfall zu langen Wartezeiten im Bahnverkehr geführt. Ein ICE musste am Bahnübergang Bisslicher Wald (Kreis Wesel) plötzlich anhalten. Grund dafür war, dass der Zugführer von einer Kollision berichtete. Er selbst konnte die Situation allerdings nicht weiter einordnen. Bis die Situation geklärt werden und der Zug weiterfahren konnte, verging eine lange Zeit. Besonders für die Passagiere des Zuges hatte dies extreme Verzögerung zur Folge. Erst später stellte sich heraus, dass der Zug mit einem Waschbär kollidierte.
Waschbär kollidiert mit Zug: Tier liegt tot neben den Gleisen
Nach der Meldung des Zugführers rückten sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr mit zahlreichen Einsatzkräften an, um den Vorfall zu klären. Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob es möglicherweise zu Personenschäden oder Schäden am Zug selbst gekommen sein könnte. Bei ersten Untersuchungen konnten die Beamten Blutanhaftungen am Zug entdecken. Nach einer kurzen Suche gab es dann endlich Klarheit: Ein toter Waschbär lag direkt neben den Gleisen. Den Einsatzkräften war direkt klar, dass dieser auch für die Kollision verantwortlich war. Durch die Kollision mussten die Passagiere an Bord lange auf die Weiterfahrt. Der Waschbär löste mit der Kollision insgesamt eine Wartezeit von über einer Stunde aus, bis der ICE seine Fahrt von Emmerich nach Wesel fortsetzen konnte. Bislang ist nicht bekannt, wie hoch die entstandenen Schäden sind.
Wildunfälle im Bahnverkehr: Wildtiere kollidieren immer wieder mit Zügen
Bedauerlicherweise ist der Waschbär, der mit dem Zug kollidierte, kein Einzelfall. Immer wieder kommt es zu Wildunfällen im Bahnverkehr, die zum Tod der Tiere entlang der Gleise führen. Lange Bremswege und späte Reaktionen der Wildtiere stellen hier eine besonders große Gefahr dar. Daher gibt es immer wieder Bestrebungen, die Gefahr für Wildtiere zu verringern. Im vergangenen Jahr testete die Bahn mit einigen Jägern unter anderem eine Wildwarnanlage im Taunus in Hessen – diese zeigte vor allem beim Rehwild Erfolge. Unklar ist, wie sich die Maßnahmen gegen Wildunfälle im Bahnverkehr bundesweit tatsächlich entwickeln werden.