In Sachsen hat sich jemand illegalen Zutritt zu einem gesicherten Gelände des Verfassungsschutzes verschafft. Bei dem Eindringling handelt es sich allerdings nicht um einen zwielichtigen Einbrecher. Stattdessen streift ein Rehbock über das geschützte Gelände. Der Verfassungsschutz will dies eigentlich ändern, das Reh trickste seine Verfolger bisher allerdings immer wieder aus.
Reh fühlt sich auf Gelände vom Verfassungsschutz heimisch
Ein illegaler Eindringling auf dem gesicherten Gelände des Verfassungsschutzes – was erst einmal wie eine hochgradig problematische Situation klingt, ist eigentlich ziemlich harmlos. Ein Reh hat sich Zutritt zu dem eigentlich sehr gut geschützten Gelände verschaffen – und befindet sich dort nun als einziges Tier seiner Art isoliert in dem Waldstück.
Wilder Eindringling lebt schon seit sechs Jahren auf dem geschützten Gelände
Dabei ist der wilde Eindringling auf dem Gelände, welches sich das Landesamt für Verfassungsschutz, das Landeskriminalamt und das Polizeiverwaltungsamt in Dresden teilten, gar nicht neu. Obwohl das Gebiet streng bewacht und umzäunt ist, ist das Reh schon seit fast sechs Jahren dort unterwegs. Schon im Jahre 2019 wurde das Tier Berichten zufolge nach als Kitz auf dem Gelände gesichtet. Seither ist unklar, wie das damals junge Tier es auf das Gelände schaffte.
Die Einsamkeit scheint für das Reh allerdings kein Problem darzustellen. So gebe es genügend Futterquellen und Verstecke. In den letzten Jahren stellte die Situation also weder für Mensch noch für Tier ein Problem dar. Einige der Kollegen aus den Behörden sollen dem Tier im Sommer beispielsweise Wasser hinstellen, wie ein Polizeisprecher der Presse gegenüber erzählt.
Der Rehbock muss weg. Der Grund: Bauarbeiten auf dem Gelände
Nun soll der Rehbock allerdings umziehen. Der Grund: Ein neues Parkdeck soll auf dem Gelände entstehen. Im Juni sollen die Arbeiten starten, die 271 neue Stellplätze errichten sollen. Das Reh macht bisher allerdings keine Anstände, seine Wahlheimat zu verlassen. Mehrere Versuche, das Tier lebend zu fangen, sind bislang fehlgeschlagen. Sollte es weiterhin nicht möglich sein, das Tier auf diesem Wege von dem Gelände zu entfernen, könnte es auch zu einem Abschuss kommen. Bis dahin sei allerdings weiterhin der Plan, ein Umsiedlung zu ermöglichen und das Reh in ein Wildgehege zu bringen. Dies müsste bis zum Beginn der Baumaßnahmen geschehen.