Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Arkansas sorgte mit einer kuriosen Aktion für Aufregung. Der Amerikaner griff zu einer außergewöhnlichen Methode, um einen Bären, der sich plötzlich auf seinem Grundstück befand, zu vertreiben. Statt zuständige Behörden zu kontaktieren, konfrontiert er das Tier persönlich – in einem Bärenkostüm. Der Bär verschwand nach der Konfrontation tatsächlich.
Bär auf Grundstück unterwegs: Anwohner in Sorge
Der Amerikanische Schwarzbär ist in den USA kein seltenes Tier. In Arkansas kommt auf alle fünf Quadratmeilen etwa ein Bär, Tendenz steigend. Es ist dementsprechend keine Seltenheit, dass sich die Tiere auch auf Privatgrundstücken, die in den Vereinigten Staaten häufig noch sehr weitläufig ausfallen, aufhalten. Dies wurde einem Anwohner in dem südlich gelegenen Bundesstaat nun allerdings zum Dorn im Auge.
Schwarzbär in Amerika: Grundsätzlich friedlich, aber nicht ungefährlich
Dem Mann war es nach einigen Sichtungen scheinbar Leid, einen Schwarzbären immer wieder auf seinem Grundstück zu finden. Und das nicht zu Unrecht: Zwar gilt der Schwarzbär im Vergleich zum Braun- oder Grizzlybär als eher scheu und friedlich – und ist auch deutlich kleiner als die anderen Arten. Dennoch können die Tiere, wenn sie sich bedroht fühlen, auch Menschen gegenüber aggressiv werden. Und da einige Individuen bis zu 400 Kilogramm schwer sein können, birgt ein aggressiver Bär schnell absolute Lebensgefahr.
Bärenkostüm als „Waffe“ gegen das Raubtier
Wie der Anwohner aus Arkansas mit dem Tier umgegangen ist, zeigt ein Video, welches nun auf der Social Media Plattform X seine Kreise zieht. Denn seine Methodik ist nicht nur gefährlich, sondern auch skurril: Der Mann ist in dem Video in einem Bärenkostüm zu sehen. In diesem nähert er sich dem echten Bären, der zu diesem Zeitpunkt gerade im Garten des Amerikaners sein Unwesen treibt. Gepaart mit eigenartigen Bewegungen knurrt der Mann das Raubtier an, um es zu vertreiben.
Und die Strategie trägt Früchte: Das Bär verlässt tatsächlich das Grundstück. Auf dem Video ist noch zu sehen, wie er einen letzten Blick auf die künstliche Bärengestalt wirft, bevor er im angrenzenden Wald verschwindet. Ein Erfolg für die Anwohner, die laut «New York Post» schon länger mit dem Bären auf ihrem Grundstück zu tun hatten.
Bär, Wolf und Co.: Vorsicht im Umgang mit Raubtieren!
Trotz des Erfolgs ist ein solcher Umgang mit Raubtieren auf keinen Fall zu empfehlen. Wenn diese sich bedroht fühlen, können sie aggressiv reagieren und plötzlich angreifen. Der Bär wird dann schnell zu einer lebensbedrohlichen Gefahr, die man in einem Bärenkostüm wohl noch schlechter abwehren könnte als sowieso schon.