Afrikanische Schweinepest breitet sich in Baden-Württemberg aus

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Die Afrikanische Schweinepest wurde erneut in Baden-Württemberg nachgewiesen. © Pixabay/Pexels

Bei einem Wildschwein nördlich der A6 bei Mannheim in Baden-Württemberg wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Es ist der zweite Fall in Baden-Württemberg. Zuvor grassierte die Tierseuche bereits in den anliegenden Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen. Hausschweine sind nach jetzigem Stand nicht betroffen.

Afrikanische Schweinepest: Zweiter Fall in Baden-Württemberg nachgewiesen

Ein totes Wildschwein, welches nördlich der A6 in Baden-Württemberg gefunden wurde, ist am vergangenen Freitag (7. März 2025) positiv auf die ASP getestet worden. Peter Hauk, der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, äußerte sich am Freitag direkt zu dem Ausbruch. Laut ihm handelt es sich um den zweiten Fall der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein in Baden-Württemberg. Laut Hauk sei bisher kein Hausschweinbestand betroffen, was an den strengen Sicherheitsmaßnahmen liegt, die in Verbindung mit der Tierseuche einberufen wurden.
Während Baden-Württemberg nun mit dem neuen Ausbruch umgehen muss, geht die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest in eine neue Phase. Landwirtschaftsminister Ingmar Jung verkündet Änderungen für Jagd, Forstwirtschaft und Hundehalter für Hessen. Die EU-Kommission hat dem Antrag Hessens zugestimmt, die Sperrzone III – und damit extrem strenge Auflagen für Schweinehalter – aufzuheben.

Tierseuche nach jetzigem Stand unheilbar

Bislang gibt es keine Möglichkeit, die Afrikanische Schweinepest bei Haus- oder Wildschweinen zu heilen. Auch eine Impfung gibt es bislang nicht. Infizierte Tiere können gesunde Tiere über direkten Kontakt anstecken. Aber auch kontaminierte Werkzeuge, Kleidung, Autos oder Lebensmittel können eine Gefahr bei der Ausbreitung darstellen. Gerade deshalb gelten in Ausbreitungsgebieten strenge Maßnahmen, um besonders schweinehaltende Betriebe für einem Ausbruch zu bewahren.

Afrikanische Schweinepest bedroht Tiere und Landwirtschaft

Für diese gilt ein Ausbruch der hochansteckenden Tierseuche nämlich weiterhin als existenzbedrohendes Risiko. Denn wenn die Afrikanische Schweinepest in einem Hausschweinbestand nachgewiesen wird, folgt eine Tötung des gesamten Bestandes. Neben großem Tierleid kann die Tierseuche dementsprechend auch eine große wirtschaftliche Belastung darstellen. Neben strengen Maßnahmen für die Landwirtschaft kommt auch die Jagd auf Wildschweine zum Einsatz, um die Ausbreitung der Tierseuche bestmöglich einzudämmen, denn Schwarzwild ist sehr viel schlechter kontrollierbar als Hausschweine in festen Beständen.

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